Persönliches

Bottrop

"Woher kommst Du? Wer bist du?" Milton

Was gibt man von sich preis, öffentlich zugänglich, in einer Zeit, in der mehr denn je von Datenschutz die Rede ist? Aus nachfolgendem mache ich also kein Geheimnis:

Ich bin im Jahre 1958 hier in Bottrop geboren, meiner ehrlich geliebten Heimatstadt (dirty old town damals). Ich bin ledig und habe - wie so manche/r meiner Generation - keine Kinder.

Aus grauer Vorzeit

Mein Jahrgang ist einer der etwas älteren geburtenstarken Jahrgänge, sozusagen gehöre ich noch zum Baby-Boom, der 1964 seinen Höhepunkt erreichte. Wir waren viele Kinder, auf der Straße und in der Schule, und das war toll! Allerdings wohl eher auf der Straße. Wir spielten in mehr oder minder großen Gruppen Klipp, Schlagball, Völkerball, Alle gegen alle, Badewanne, sehr viel Pinkatsch und "Deutschland erklärt den Krieg gegen...".

Ich lernte, daß das Hakenkreuz ein geheimes und verbotenes Zeichen sei. Wenn man es schon mit einer Dachziegelscherbe auf die Straße gekritzelt hatte, so sollte man es tunlichst wieder verstecken, indem man es zu einem "Fenster" komplettierte; vielleicht noch das Dach vom "Haus des Nikolaus" obendrauf und fertig. Vom Nationalsozialismus habe ich sonst nichts gehört, außer daß es einen Krieg gegeben hatte, von dem man aber besser nicht sprach, auch wenn er "irgendwie" allgegenwärtig in der Luft hing. Die Arbeit unter Tage war hart, die Wohnverhältnisse waren beengt, die Wände dünn; es knisterte allerorten in der Erwachsenenwelt. Vielen war das Lachen vergangen.

Kinderfoto

... what have we become? What have we chosen to be?... (Peter Hamill, britischer Musiker und Poet)

Ich komme darauf zu sprechen, weil ich denke, daß der Nationalsozialismus und der verlorene Krieg einen deutlichen Einfluß auf meine persönliche Entwicklung genommen haben, auch wenn ich nicht selbst dabei gewesen bin. Dies gilt vermutlich für uns alle (mehr oder weniger), die wir ein wenig in die Jahre gekommen sind und deren Eltern in der Diktatur des Faschismus aufgewachsen sind bzw. ihre Jugend oder ihr junges Erwachsensein in dieser Zeit erlebten und deren Eltern wiederum selbst einen verlorenen Krieg in den Knochen hatten. Der Fanatismus hatte die Macht ergriffen und regierte mit nackter Gewalt. Die Opposition wurde eliminiert und mit allen Mitteln wurde der ohnehin weit verbreitete Autoritarismus und eine wenig differenzierte und wirklich dumme Ideologie in die Köpfe geprügelt. Das war die rechte Gesinnung, welche dann auch die militärische Niederlage nicht mehr unbedingt in jedermann ins Wanken bringen konnte. Die "Politik" des dritten Reiches hat das ohnehin schon schwer geschädigte deutsche Volk weiter neurotisiert, der "total" verlorene Krieg hat es traumatisiert. Die alten Ideale waren dahin und Deutschland lag in Schutt und Asche. Es gab viel zu tun und wenig zu essen. Die Spätfolgen alldessen waren in meinen Kindertagen in meiner Welt noch sehr präsent und haben mein besonderes Interesse sowohl an der (jüngeren) deutschen Geschichte, wie insbesondere auch an der Psychologie hervorgerufen. Ich wollte verstehen, Gott und die Welt, meinen Vater und mich. Neugierig war ich schon immer.

Qualifikation

Diplom

Um das Ganze vorläufig abzukürzen, will ich nur zusammenfassend erwähnen, daß ich nach einer bewegten Jugend (Hippie-Flower-Power) und einem nicht weniger bewegten jungen Erwachsenenalter, auf allerlei Umwegen (zweiter Bildungsweg) zum Studium der Psychologie gefunden habe (Schwerpunkt "Klinische Psychologie"), welches ich im Jahre 1994 erfolgreich abschließen konnte.

Nach verschiedenen beruflichen Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung, der Psychiatrie und der stationären Langzeittherapie Suchtkranker bin ich seit dem Jahre 2009 in freier Praxis tätig.

Prüfungszeugnis Erlaubnisurkunde

Im Jahre 1999 wurde mir die Erlaubnis erteilt, Psychotherapie im Rahmen des Heilpraktikergesetzes berufsmäßig auszuüben.

NLP-Practitioner

Mein zweifellos schönstes "Fleißkärtchen" aus dem Jahre 2008 soll in dieser Sammlung nicht fehlen, umso mehr, als seither die NLP eine wichtige Rolle in meinem therapeutischen Handeln spielt.

Neben meiner Ausbildung und meinen beruflichen Erfahrungen betrachte ich als weiteres Standbein meiner Qualifikation den Umstand, daß ich Mitte der 80-er Jahre meinen persönlichen Selbsterfahrungsprozeß eingeleitet habe und so meine Kenntnis der praktischen Anwendung der unterschiedlichen psychotherapeutischen Interventionen vertiefen konnte. Meine besondere Dankbarkeit gilt Laszlo Mattyasovszky und Prof. Dr. Stephanie Krenn, die mir wertvolle Erfahrungen vermittelt haben und die, nicht zuletzt durch ihr Vorbild, entscheidende Wachstumsimpulse in mir anzustoßen vermochten.

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